F-Stein T3: Globale Ziele der Rechtsnationalen

Welche globalen Ziele verfolgen diese rechten Netzwerke

Diese Netzwerke zielen darauf, die bisherige liberale Weltordnung durch einen autoritär‑nationalistischen Kapitalismus zu ersetzen, der von einer kleinen, „ausgewählten“ Elite gesteuert wird.

## Politische Kernziele

– Nationalstaat über supranationale Ordnung stellen: Schwächung bzw. Umbau von EU, UN und multilateralen Abkommen hin zu einem System souveräner, „starker“ Staaten mit minimaler internationaler Bindung.

– Rollback liberaler Demokratie: Unabhängige Gerichte, Medien, Wissenschaft und NGOs werden als „globale liberale Elite“ bekämpft, Checks & Balances sollen zugunsten starker Exekutivmacht zurückgedrängt werden.

– Kulturkampf als Dauerzustand: Ziel ist eine langfristige Verschiebung der kulturellen Hegemonie (Gender, LGBTQ‑Rechte, Feminismus, Antirassismus) hin zu autoritär‑konservativen Normen.


## Gesellschaftliche und rassistische Agenda

– Migrationsregime verschärfen: Harte Grenzregime, „Festungspolitik“ und in Teilen explizite oder implizite „Remigration“ – also Rückführung oder Vertreibung unerwünschter Gruppen – werden propagiert.

– Hierarchische Gesellschaftsordnung: „Traditionelle Familienwerte“, Unterordnung von Frauenrechten, Ablehnung pluraler Geschlechter- und Lebensentwürfe; Minderheitenrechte sollen eingeschränkt werden.

– Feindbild „globaler Austausch“: Verschwörungsmythen wie „Großer Austausch“ dienen als Klammer, um Muslim*innen, Migrant*innen, Jüdinnen und Juden, Linke und Liberale als einheitlichen Feind zu markieren.

## Ökonomische und technologische Ziele

– Autoritärer Neoliberalismus: Kombination aus marktliberaler Wirtschaftspolitik (Steuersenkungen, Deregulierung) mit autoritärem Staat, der soziale Konflikte repressiv statt sozialstaatlich bearbeitet.

– Technologische Kontrolle ausbauen: Nutzung von Überwachungs‑, Daten‑ und KI‑Infrastrukturen (Palantir‑Umfeld, „intelligente Mauern“ etc.) zur Kontrolle von Migration, Opposition und sozialer Bewegungen.

– Elite‑Herrschaft statt Mehrheitsprinzip: Vordenker im Umfeld von Thiel propagieren explizit eine postdemokratische Ordnung, in der eine technokratisch‑unternehmerische Elite Politik dominiert.

## Transnationale Strategie

– Vernetzung der „reaktionären Internationale“: Bannon’s „The Movement“, CPAC‑Formate und ähnliche Plattformen koordinieren Messaging, Kampagnen und Ressourcen zwischen USA, Europa und darüber hinaus.

– Lernlabor Demokratieabbau: Erfolgsmodelle (Orbán, Trump, Bolsonaro, PiS, AfD‑Strategien) werden ausgewertet und kopiert, etwa beim Umbau von Medienlandschaften oder Wahlrechtsänderungen.

– Metapolitische Langfriststrategie: Ziel ist nicht nur Wahlsiege, sondern eine dauerhafte Umformatierung des gesellschaftlichen „Normalen“ – also was sagbar, denkbar und politisch legitim erscheint.

Wer sind die Hauptakteure in diesen globalen rechten Netzwerken

In den globalen rechten Netzwerken lassen sich einige wiederkehrende „Knotenpunkte“ unterscheiden: bestimmte Staats‑ und Parteiführer, Ideologen/Organisatoren, Milliardäre/Financiers, Thinktanks/NGOs und Medien‑/Influencerfiguren.

## 1. Staats- und Parteiführer

– Donald Trump und sein enger Kreis (MAGA‑Bewegung, Teile der US‑Republikaner) fungieren seit 2016/2025 als zentrale Referenzfigur und Symbol eines erfolgreichen rechten Projekts in einer Großmacht.

– Viktor Orbán und die Fidesz‑Regierung in Ungarn werden in Studien als „Labor“ und Exporteur des Modells der „illiberalen Demokratie“ beschrieben; Budapest ist zu einem Treffpunkt der internationalen Rechten geworden (CPAC Hungary etc.).

– Weitere wiederkehrende Figuren: Giorgia Meloni (Italien), Marine Le Pen/Jordan Bardella (Frankreich), Führungsfiguren der PiS (Polen) und AfD (Deutschland) sowie rechtsradikale Parteien in Spanien, Skandinavien und Osteuropa, die auf denselben Konferenzen und Plattformen auftreten.

## 2. Strategen, Ideologen, religiöse Netzwerke

– Steve Bannon steht prototypisch für die Rolle des „Strategen“, der transatlantische Kampagnen, Messaging und Vernetzung (z.B. „The Movement“) vorantreibt und gleichzeitig als Medienfigur wirkt.

– Religiös‑fundamentalistische Netzwerke wie das „Political Network for Values“ (PNfV) verbinden konservativ‑katholische und evangelikale Akteure in Europa, USA und Lateinamerika; sie organisieren Gipfel in Parlamenten und bei der UNO und pushen antifeministische, anti‑LGBTQ‑Agenden.

– Nationale „Neue Rechte“ bilden ideologische Hubs: in Deutschland etwa Umfeld von Institut/Verlagen, die laut Verfassungsschutz eine „Kulturrevolution von rechts“ betreiben und mit rechtsextremen wie konservativen Milieus vernetzt sind.

## 3. Milliardäre, Tech- und Finanzeliten

– Peter Thiel gilt als Schlüsselfigur: Tech‑Milliardär, Großspender für Trump und andere Ultrarechte, Investor in Überwachungs‑ und Sicherheitsfirmen; er fungiert als wichtiger Knotenpunkt zwischen radikaler Rechter, Silicon‑Valley‑Kapital und Sicherheitsapparaten.

– Das Atlas‑Network bündelt hunderte neoliberale/libertäre Thinktanks weltweit, die an autoritär‑neoliberalen Projekten mitwirken (z.B. Pläne für Trumps „Machtübernahme 2025“, Unterstützung von Javier Milei in Argentinien).

– Studien nennen darüber hinaus konservative Milliardärsfamilien in USA und Europa (etwa im Umfeld evangelikaler oder katholisch‑fundamentalistischer Stiftungen), die Anti‑Gender‑, Anti‑Migration‑ und Anti‑Menschenrechtskampagnen finanzieren.

## 4. Thinktanks, Kampagnenplattformen und NGOs

– CPAC (Conservative Political Action Conference) und NatCon (National Conservatism Conference) werden als zentrale Event‑Formate beschrieben, auf denen US‑MAGA‑Kreise, europäische Rechtsparteien, religiöse Rechte und neoliberale Thinktanks zusammenkommen.

– Zahlreiche Thinktanks im Atlas‑Netzwerk beziehungsweise ähnliche Institutionen arbeiten an Strategien für Deregulierung, Sozialstaatsabbau und „Law‑and‑Order“-Politik und liefern rechtspopulistischen Regierungen Ideologie und konkrete Gesetzesvorschläge.

– Religiös‑konservative NGOs (z.B. im Umfeld des PNfV) betreiben Lobbying bei UNO, EU‑Institutionen und nationalen Parlamenten gegen reproduktive Rechte, Gleichstellungspolitik und Antidiskriminierung.

## 5. Medien, Plattformen und Influencer

– Rechte Medienökosysteme – von Fox‑ähnlichen TV‑Formaten über YouTube‑/Podcast‑Netzwerke bis zu Telegram‑Kanälen – fungieren als Verstärker und verbinden lokale Szenen mit globalen Narrativen („Great Reset“, „Großer Austausch“ etc.).

– Social‑Media‑Influencer und digitale Kampagnenmaschinen (auf X, TikTok, Instagram) werden gezielt eingesetzt, um Hass, Desinformation und Verschwörungsmythen zu streuen, oft orchestriert oder unterstützt durch Thinktanks und Parteien.

– Aus demokratietheoretischer Sicht bilden diese Medien‑ und Plattformakteure das „Rauschen“, in dem die Leitfiguren – Trump, Orbán, Meloni, Le Pen, Bannon, Thiel & Co. – ihre Projekte überhaupt erst als globale Bewegung inszenieren können.

(F-Stein verweist auf den Pädophilen Fall der ÖVP, deren Akten durch politisch unterwanderte Justiz vernichtet wurde)

Alle 5 Teile mit Share Link:

F-Stein T1: Die ÖVP und Ihre adeligen Spender

F-Stein T2: Die rechten Netzwerke der ÖVP

F-Stein T3: Globale Ziele der Rechtsnationalen

F-Stein T4: Die Lobby Organisationen der ÖVP

F-Stein T5: Parallelen der ÖVP und Epstein Netzwerken

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